Frage zum Einfahren

  • Hallo,


    Bezüglcih Einfahren usw. habe ich jetzt schon soooo viele verschiedene Meinungen und Ratschläge gehört,
    dass ich langsam den Überblick verliere. pump


    - Nach 5 Tagen Welse rein
    - Einrichten und gleichtags Besetzen
    - 4 bis 6 Wochen ohne Zusätze Einfahren
    - 3 bis 4 Wochen einfahren mit Futterzugabe
    - 10 Tage Einfahren nach Bakterienzugabe
    - Mit alten Filtermedien kein Einfahren nötig
    - Von Nitritwerte sehr wichtig bis nicht so wichtig
    - Wasserwechsel nicht während Einfahphase
    - WW gleich von Anfang an, somit entsteht gar kein Nitiritpeak


    denke hab jetzt alles...
    modo



    Gruss Martin



    Hallo Martin.


    Halt dich an dies


    Zitat

    4 bis 6 Wochen ohne Zusätze Einfahren


    Ab und an Futter bei geben ( wenig )


    Nach 5 Tagen Fische ( Welse sind Fische ) einsetzen ist nicht ok.
    Es geht auch ein wenig um ein gewißes Gleichgewicht das erst mal bei 6 Wochen beginnt.
    Scheuern der Fische ist oft der Fall wenn man nicht warten kann.


    Persöhnlich setze ich Fische sofort am selben Tag ein, aber ich kann damit umgehen.
    Selbst ein neuer Filterschwamm ist nach meinem Animpfen sofort aktiv.
    Das ist aber etwas anderes wenn ich mehrere Becken habe und immer ausweichen kann.


    Alte Hasen sagen man setzt einige Fische in neue Becken ein um die Bakterien zu aktivieren.
    Das selbe kann ich aber mit Futter oder Pflanzen erreichen und bin aber dann auf der sicheren seite als Neuling.


    Danke für deine Erklärung...
    Was ist aber mit dem Tipp von Gaus.... nach 5 Tagen Welse rein. Der Nitritpeak kommt ja dann irgenwann und die Fische Sterben.
    Oder man macht a priori alle 5 Tage einen 50%-70% Wasserwechsel, dass sollte Nitrit und die anderen "schlechten" Stoffe eliminieren.
    Die Bakterien setzen sich ja an festen Medien (zu 99%) wie Filtermaterialien Pflanzen, Steinen und Bodengrund an.
    Das würde mir einleuchten. Die Frage ist einfach, ob die Fische nicht leiden bzw. sich dabei wohl fühlen?
    Oder sehe ich das falsch?



    Gruss Martin



    Hallo Martin.


    Zitat

    Was ist aber mit dem Tipp von Gaus.... nach 5 Tagen Welse rein.


    Nico ( Gaus ) geht davon aus, das wenige Tiere die Nitrobacter durch Ausscheidungen fördern
    was auch nicht falsch ist. Bei einem Peak sind sie aber hinüber wenn Du es nicht sofort mitbekommst.
    Wasser wechseln ist dann richtig. Falsch ist aber zu viel zu wechseln. Denn dann fängst Du wieder von vorne an mit dem Gleichgewicht.
    Besser ist dann täglich wenig 10-20% zu wechseln, bis der Peak überstanden ist. ca 5-7 Tage.
    So lang man wechselt, paßiert den Fischen nichts, auch bei pinken Wert anzeigen nicht. ( eigene Erfahrung )



    Danke Otto!


    Ja, das macht Sinn. Ist aber schon so, dass sich die Nitrobacter an Festen Materialien festsetzen, oder?
    Und der zu grosse Wasserwechsel würde das Gleichgewicht durcheinander bringen.
    Hat nicht unbedingt mit dem Nitrobacter zu tun, jedenfalls nicht nur mit dem.



    Gruss Martin



    Hallo,


    bitte glaubt nicht, dass in unseren Pfützen sich irgendwann so etwas wie ein Gleichgewicht einstellt.
    Das funktioniert nicht einmal im Seewasserbecken, in dem viel mehr teure Technik (z.B. Abschäumer, Phosphatfilter etc.)
    eigesetzt werden und in dem viel viel weniger Fisch/Liter herumschwimmt.


    Ich verstehe die Aufregung um das Nitrit nicht ganz. Nitrit wird in sauerstoffhaltigem Milieu von Bakterien zu Nitrat oxidiert.
    Das Nitrat wird dagegen im Süßwasser nicht ausreichend abgebaut. Damit ist das Gleichgewicht schon weg.
    (Im Seewasser wendet man zum Nitratabbau beispielsweise die "Wodkamethode" an, in meinem Seewasserbecken habe ich ca. 5 mg Nitrat/Liter - häufig hat unser Trinkwasser da schon mehr).


    Nitrit mit Wasserwechsel zu bekämpfen, ist sinnlos. Guter Schnellfilter ==> viel Sauerstoff, alter Filterschwamm ==> ausreichend Bakterien, das reicht. Bei Neueinrichtung vorsichtig füttern.
    Der Wasserwechsel dient vor allem dem Abbau von Nitrat, ganz abgesehen, dass auch die lästigen Gelbstoffe entfernt werden.


    Lasst Euch also von der Nitrit-Diskussion nicht verunsichern, in fast 50 Jahren hatte ich nur ein einziges Mal Probleme nach einem meiner Brutalwasserwechsel (ca. 80 %),
    frisch gereinigten Filtern und zu großzügiger Fütterung. Letzteres war vermutlich das Hauptproblem.



    Gruß
    Günter



    @Günter


    So etwas Anfängern zu erzählen halte ich ziemlich Verantwortungslos,
    was du aus Erfahrung machst ist nicht zu vergleichen mit einem Anfänger!
    Daher würde ich solche Aussagen mit bedacht schreiben!


    Schönes Wochenende



    Lg



    Hallo Patrick,


    zwar fehlt es Deiner Antwort an Argumenten, ich glaube aber, dass wir gar nicht so weit auseinander liegen:


    1. Wenn ich einen steigenden Nitratgehalt des Wassers als Problem sehe, das nicht von der trügerischen Hoffnung auf ein Gleichgewicht im Becken verharmlost werden sollte,
    wirst Du mir sicher zustimmen. An anderer Stelle hast Du ja die Neigung, Becken zu stark zu besetzen, kritisiert.


    2. Wenn ich behaupte, dass man ein Nitritproblem nicht mit Wasserwechseln lösen kann, wirst Du mir sicher auch zustimmen.


    3. Bleibt die Frage, wie ich das Nitritproblem von Anfang an verhindern kann, denn wenn Nitrit zum Problem wird, ist es für die Fische problematisch.


    Tatsache ist, dass Nitrit wie später auch Nitrat ein Abbauprodukt ist. Wenn es keine Eiweißstoffe im Aquarium gibt, da es keine Fische gibt,
    die gefüttert werden, bauen sich Bakterien, die in ausreichender Menge Nitrit in Nitrat umwandeln können, vermutlich gar nicht erst auf. Wozu auch?


    Du hast natürlich Recht, wenn Du einwendest, dass ein Anfänger ja nicht gleich einen alten Filterschwamm hat.


    Deshalb würde ich einem Anfänger raten, durchaus auf eines der im Handel angebotenen Bakterien enthaltenden Produkte zu vertrauen,
    das Becken vorsichtig zu besetzen und anfangs sparsam zu füttern.


    Liegen wir gedanklich so weit auseinander?



    Gruß
    Günter



    Hallo Günter.


    Zitat

    Tatsache ist, dass Nitrit wie später auch Nitrat ein Abbauprodukt ist.
    Wenn es keine Eiweißstoffe im Aquarium gibt, da es keine Fische gibt,
    die gefüttert werden, bauen sich Bakterien, die in ausreichender Menge Nitrit in Nitrat umwandeln können,
    vermutlich gar nicht erst auf. Wozu auch?


    Hier liegst Du leider falsch. Das erreiche ich auch durch Futterzugaben oder andere Organische Stoffe.
    Da muß ich kein Fischleben riskieren.

    Einmal editiert, zuletzt von Boo ()

  • Hallo zusammen,


    die vorangegangenen Beiträge sollten in einen
    eigenen Thread verschoben werden.


    Versehentlich habe ich die betreffenden Beiträge zusammengefügt... dash
    War eindeutig zu früh heute morgen! :saint:


    Tschuldigung! Mal sehen, ob wir das wieder auseinandergefieselt bekommen...

    Viele Grüße,

    Bodo


    Zucht von Malawi Buntbarschen in Schleswig Holstein und Hamburg.

    partner-4.jpg

    2 Mal editiert, zuletzt von Boo ()

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