Neue Gattung / Neubenennungen div. Gattungen

  • Hi,


    Vielleicht für den einen oder anderen von Interesse:


    Zootaxa-4168-2_2016_A-Revision-of-the-Pseudotropheus-elongatus-species-group.pdf - Google Drive


    Gerade einige Pseudotropheus Arten hat es erwischt, die heißen nun Chindongo. (Demasoni, Saulosi etc. ) Wissenschaftliche Begründungen und Taxonomie + Beschreibungen finden sich dann im Paper.
    Der Werner ist auf die Info gestoßen, ich selbst habe nur das dazugehörige Paper rausgesucht.



    Viele Grüße
    Stefan


    PS: Auf Seite 21 (des Pdfs) findet sich die Auflistung der Arten im untersten Abschnitt, die geändert bzw neu hinzugefügt sind.

  • Hallo


    Danke ist aber schon bekannt, und nicht alle Pseudotropheus heissen nun Chindongo,


    ZITAT Wikipedia: Die Chindongo-Arten haben eine typische Mbunagestalt,
    unterscheiden sich von Pseudotropheus und anderen Gattungen unter anderem durch ihren schlankeren Körper und ihr stark ausgeprägtes aggressives Verhalten.


    Gerade die Pseudotropheus Arten hat es erwischt, die heißen nun Chindongo.


    Diese Aussage ist falsch und ungenügend recherchiert um so eine Aussage zu treffen. Schlicht falsch.
    Es sind nur wenige unbedeutende Änderungen vorgenommen worden, einige Arten wurden umgruppiert, das wars aber auch

    Danke und Gruss
    Piet


    Wer von Überbesatz redet ,und mir nicht erklären kann was denn der "normale" Besatz ist, plappert nur Dogmen nach. Bei einem nicht funktionierendem Becken kann Überbesatz ein Rettungsring sein.
    Dann sollte man sich aber fragen warum denn der "normale" Besatz angeblich nicht funktioniert. Dogmen töten den Denkprozess. Ich halte Überbesatz für widernatürlich und unnötig.

    The post was edited 12 times, last by HH_Piet ().

  • Hallo,


    Danke ist aber schon bekannt,


    nicht, dass die Revision auch akzeptiert wurde, und das scheint nun durchaus so zu sein. Zumindest Catalog of Fishes führt die neue Gattung, Fishbase (noch) nicht.


    Danke Stefan.


    Nun, dass es tatsächlich die Gattung Pseudotropheus erwischt hat, mag daran liegen, dass es hier um eine Revision der Gattung Pseudotropheus und hierbei insbesondere der Elongatus-Gruppe handelt. ;-)

  • Hallo Marcus


    so richtig, falls es nicht so ist bin ich suboptimal informiert. Ich weiss aber dass Biologen hier an der Uni HH so davon ausgehen und bereits mit diesen neuen Namen arbeiten,
    in der korrekt recherchierten wissenschaftlichen Arbeit. Und ja es geht genau um die von Dir genannten Arten, Ps elongatus und einige wenige andere,
    und NICHT um alle Pseudotropheus, alles andere ist schlicht falsch.


    dass es hier um eine Revision der Gattung Pseudotropheus und hierbei insbesondere der Elongatus-Gruppe handelt

    Danke und Gruss
    Piet


    Wer von Überbesatz redet ,und mir nicht erklären kann was denn der "normale" Besatz ist, plappert nur Dogmen nach. Bei einem nicht funktionierendem Becken kann Überbesatz ein Rettungsring sein.
    Dann sollte man sich aber fragen warum denn der "normale" Besatz angeblich nicht funktioniert. Dogmen töten den Denkprozess. Ich halte Überbesatz für widernatürlich und unnötig.

    The post was edited 9 times, last by HH_Piet: ja ().

  • Hi,


    Ich meinte natürlich nicht alle Pseudotropheus Arten ;) Sondern eigentlich nur die im Paper.
    Dahingehend ist der Satz durchaus falsch, vielleicht etwas missverständlich. Nächstesmal pack ich dann doch die Liste rein, die spezifiziert.
    Eigentlich wollte ich auch nur das Paper zur Verfügung stellen, für Interessierte Leser. Ich hab natürlich den Satz oben fix angepasst.



    Viele Grüße
    Stefan

  • Hallo Piet,


    Wissenschaftler haben evtl. auch eher die Info, dass die Revision akzeptiert wurde.
    Auch sehen wir ja auch gerade in dieser Revision, dass Wissenschaftler sich selbst in ihren Veröffentlichungen nicht an die gültigen wissenschaftlichen Namen halten.


    Und wenn man die Worte vom Stefan etwas wohlwollend liest, braucht man nicht zu dem Schluss kommen, dass er die gesamte Gattung gemeint hat. Es ist nichts dagegen einzuwenden,
    dass noch mal klarzustellen, aber direkt mit falsch zu kommen. Dann noch i.V. mit bekannt und ungenügend recherchiert ist das wieder die Sache mit dem Ton und der Musik.
    Als ob wir hier unter wissenschaftlichen Kriterien veröffentlichen würden.


    (Nur am Rande: Und das von einem, der einen gleich zweimal mit falschem Vornamen anredet. Weder heiße ich Marco noch Marcus.)

  • Hi,


    Chindongo und der "Namenswechsel" haben ja schon vor paar Wochen die "Runde" gemacht.
    Danke Stefan, für die zusätzlichen Infos. Interessantes Dokument.


    Persönliche Meinung:
    viele Jahre waren die seitherigen Bezeichnungen passend und gut genug....
    nun schnallt die Hälfte erst mal nicht mehr durch.

  • Ja, inzwischen gibt es für eine Art schon mehrere Namen und wenn man die Handelsnamen noch dazu nimmt wird es noch verwirrter.
    Ich persönlich halte davon nicht viel und denke mir meinen Teil. Hauptsache ich weiß was für Arten ich halte und die ich ziehe.


    Gruß Bernd!

    Gruß Bernd!


    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

  • Hi,


    danke für das PDF.


    Das manche sich nicht dafür begesitern können, mit neuen Wissenschaftlich Gültigen Namen zu hantieren mag sein...Jedoch beschäftigen sich die Leute,
    die diese Neubennenungen einführen sehr Intensiv mit unseren Malawis, die machen das nicht aus langeweile. Das hat alles schon seinen Sinn.
    Wer sich näher damit befasst wird da auch zu dem Schluss kommen.....


    Unsere Tiere sind noch nicht so genau erforscht, wie es manch andere Tierarten sind.



    LG
    Patrick

  • Hi Patrick,


    das ist schon alles richtig, was Du sagst. Ich finde die weitergehnde Erforschung auch sinnvoll und prima.
    Aber schnallen tuts doch bald keiner mehr.

  • Aber schnallen tuts doch bald keiner mehr.


    Hallo Tom,


    eine Gattung ist im Prinzip schlicht eine Kategorie, in diese stecken Wissenschaftler die verschiedenen Arten nach dem Kriterium der Verwandtschaft. Uns helfen von daher möglichst gute Gattungsbezeichnungen,
    um die Verwandtschaftsverhältnisse auf den ersten Blick erkennen zu können. Einen alten Hasen wie den Bernd interessiert das nur noch am Rande. Der braucht diese Infos nicht mehr.
    Für Anfänger- und jeder war einmal Anfänger - ist das aber wichtig.


    Und wer will bestreiten, dass ein Elongatus mit der Typusart Pseudotropheus williamsi nicht sonderlich nahe verwandt sein kann.



    Wir haben bei den Malawis tatsächlich das Pech, dass bei denen wissenschaftlich noch eine Menge los ist.

  • Hi Markus,


    danke Dir für die Erklärung.... soweit schon klar, zumindest einigermaßen :D


    Uns helfen von daher möglichst gute Gattungsbezeichnungen,
    um die Verwandtschaftsverhältnisse auf den ersten Blick erkennen zu können.


    Ist ja auch richtig und gut so. Um so detailierter und genauer, um so definierter und besser vergleichbar / unterscheidbarer.
    Die Namensänderungen muss man halt erst mal abspeichern.... bis die nächsten Namensänderungen kommen :huh:
    Im grundgenommen ist ja erst mal nur vom Namen her Chindongo daraus geworden, der Rest blieb soweit glaub erhalten.

  • Hi,


    Ich bin definitiv der Meinung, dass die Umbenennungen nun mal sein müssen. Das ist der Gang der Dinge ;). Und mal ehrlich, solange das Saulosi und das Demasoni noch da bleibt, wissen auch die alten Hasen von welchem Fisch die Rede ist. Ich selbst kenne mich mit Taxonomie und dem Kram nicht wirklich aus, dahingehend sei mir also verziehen ;-). Die Kapitel im Studium die sich mit Erdgeschichtlicher Entwicklung von Ammoniten und anderem Kram beschäftigten, habe ich gehört und danach unter "Erstmal nicht so wichtig" abgespeichert. Es ist aber schön, dass zumindest weiter Forschungs Interesse an den Fischarten besteht.


    Ich möchte übrigens gerne noch mal eine alte Frage erneuern:


    Wieso brauchen Malawi Buntbarsche hohe pH Werte in der Haltung? Welchen Grund bzw welchen Effekt hat das auf ihr Biologisches Dasein?



    Viele Grüße
    Stefan

  • Hallo,


    im See ist die Karbonathärte sehr hoch, deshalb der hohe pH im See, der Leitwert vergleichsweise niedrig, GH vergleichsweise niedrig. Daran haben sich die Tiere angepaßt.


    Unsere altvorderen Malawihalter der ersten Stunde wußten das nicht, haben die Tiere in Weichwasseraquarien gepflegt, wie man z.B. andere afrikanische Arten (z.B. unter dem alten Namen Chomidotilapia finleyi) aus Flußsystemen (u.a. Regenwaldflüssen) pflegen würde, und waren über die Empfindlichkeit überrascht, die die Malawis unter diesen Bedingungen an den Tag legten. Nachdem es sich herum gesprochen hatte, dass in den ostafrikanischen Grabenseen ganz andere Bedingungen herrschen als in den Flußsystemen dauerte es nicht mehr lange, bis die "Malawischwemme" kam.



    Beste Grüße!
    Uwe Prw.

  • Hi,


    Das ist mir ja alles Bekannt nur Suche ich noch Informationen, was genau im Fischkörper sich angepasst bzw wieso sich Malawis eher niedrige Wasserstoff Ionen Konzentrationen brauchen. :) Also eigentlich recht speziell. In der Anfangszeit wurden die Fische also im weichen Aquarienwasser gehalten, ohne das jemand wusste wie die Seen chemisch beschaffen waren? Eigentlich recht erstaunlich, dass da niemand mal getestet hat, was für ein Wasser ein ganzer See hat. Was für Symptome zeigen denn Malawis im weichen Wasser? Gibts da irgendwelche - hoffentlich - alten Quellen noch?



    Danke und viele Grüße

  • Hallo,


    pH um 7.0 oder unter 7.0: Schleimhautprobleme, bakterielle Infekte mit der üblichen Symptomatik wie verdickte Schleimhaut,
    sich Scheuern, Flossenfäule, schlecht heilende sich infizierende Wunden bei Flossenrissen z.B., Hautpilze u.s.w.


    Für die damalige Zeit darf man nicht von heutigem Informationsfluß ausgehen! Das ist inzwischen schwer vorstellbar. Außerdem dachte man damals nicht in Kategorien wie "Biotopaquarium". Australische Regenbogenfische und mittelamerikanische Buntbarsche in einem Becken waren nicht ungewöhnlich, beide brauchen mittel- bis hartes Wasser, die einen sind bodenorientiert, die anderen nicht. Man dachte eher in Kategorien wie Oberflächenfisch, Freiwasserfisch, Bodenfisch. Was glaubt Ihr, wie sich damals die Kontinente in den Aquarien begegneten. Und "Afrika" war eben "Afrika" und die zum Zeitpunkt der ersten Malawiimporte im Aquarium etablierten Arten brauchten halt andere Bedingungen wie Malawis.


    Ein Literaturbeispiel
    In meinem Bücherschrank steht H.-J. Mayland "Cichliden und Fischzucht", Landbuchverlag Hannover 1978, ein Geschenk meiner damaligen Westverwandtschaft,sinngemäß, dass für die Zucht (nicht für die Haltung!!!) ein pH knapp über 7.0 für die Cichliden der ostafrikanischen Grabenseen ausreichend sei. Sinngemäß auch, dass pH bis teilweise über 9.0 in den ostafrikanischen Grabenbruchseen angetroffen werden, aber diese pH-Werte in der Haltung nicht nötig und nicht erstrebenswert sind. Dann wird bei der Besprechung der Wasserwerte für Zuchtbecken ausführlich darauf hingewiesen, wie wichtig sehr niedrige pH und niedrige Salzgehalte für Weichwasserarten sind. Es gibt darin auch seitenweise Biotopbeschreibungen vom Malawisse, aber nicht einen Hinweis in dem gesamten Kapitel auf die pH-Werte, die in diesem See angetroffen werden. Was besagt dann der Erkenntnisschluß des lesenden Aquarianers? "pH um 7.0 sollte reichen."



    Beste Grüße!
    Uwe Prw.